Solar Cycling Tour 2014

Vom 16. bis 19. Juli 2014 legten Schüler des Lycée Technique d’Ettelbruck (LTEtt) mit dem  e-lectrike solar eine Strecke von mehr als 250km ausgehend von Ettelbrück bis nach Koblenz über Fahrradwege zurück. Ziel war esolar-cycling-departs im praktischen Versuch zu zeigen, dass diese Strecke fast ausschließlich mit Sonnenenergie zurückgelegt werden kann. Das e-lectrike solar wurde von mehreren Schülern und Lehrern auf nicht-sonnenbetriebenen Pedelecs (Elektrofahrrädern) begleitet. Der Energieverbrauch aller Fahrräder wurde erfasst. Eine Vergleichsanalyse sollte zeigen, welches Einsparpotential aus energietechnischer und emissionstechnischer Sicht die Verwendung von Solarenergie für den Antrieb im Bereich der sanften Mobilität besitzt. Ergebnisse des Versuchs wurden im Rahmen des Solar Campus der Goerlitz-Stiftung am 19. Juli erstmals der Öffentlichkeit präsentiert (www.solarbootcup.de).


1. Etappe: Ettelbruck- Longuich

Start des Solar-Cycling-Projektes am 16.07.2014 in Ettelbruck. 18 TeilnehmerInnen starteten mit ein wenig Verspätung vor dem Lycée Technique d´Ettelbruck kurz nach 9 Uhr in Richtung Koblenz.

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Nach einer Verschnaufpause in Bollendorf-Pont, verlief alles reibungslos bis zur Mittagspause in Langsur.

Dort mussten wir leider feststellen, dass unser e-lectrike solar technische Probleme aufwies, die unseren fleißigen Schüler mit der Unterstützung einiger ihrer Professoren in Kürze beheben konnten.

imgp4236aOhne weitere Zwischenfälle kamen wir in Trier an, wo wir längere Zeit verweilten und unser Projekt vor der historischen Kulisse der Porta Nigra einem breiten Publikum vorstellten.
Frisch gestärkt bahnte sich die Kolonne einen Weg durch den dichten Trierer Stadtverkehr. Nachdem wir die römische Kaiser-Wilhelm-Brücke überquert hatten, folgte eine angenehme Fahrt bis nach Longuich, unserem Ziel, das

wir nach einer kleinen maschinellen Panne, gesund und munter erreichten.

 

Fazit der ersten Etappe:

das e-lectrike solar ist noch nicht ganz ausgereift.

2. Etappe: Longuich – Briedel

Am Morgen unserer zweiten Etappe hatten wir etwas Probleme um aus den Federn zu kommen, denn eine frühe Abreise war von Nöten, da uns um Punkt 9 Uhr 30 eine aufregende Schiffsreise auf einem naturgetreuen Nachbau eines gallo-römischen Mosel-Weinschiffes bevorstand.

imgp4219aDie Reise führte uns auf einer Länge von vier Kilometern von Trittenheim nach Neumagen-Dhron, wo wir unterwegs die atemberaubende Landschaft der Moselgegend genießen konnten. In Neumagen angekommen stiegen wir wieder auf unsere Räder um unseren Weg fortzusetzen.

Die Fahrradfahrt durch die grünen Weinhügel war nicht besonders anspruchsvoll so dass wir unterwegs keine Probleme mit dem e-lectrike solar verzeichnen mussten. Auch waren dadurch die Sportler unter uns in der Lage, Höchstgeschwindigkeiten von bis zu 38 km/h zu erreichen.

Nachdem wir anderthalb Stunden kräftig in die Pedale getreten hatten, erreichten wir völlig erschöpft die historisch wertvolle Stadt Bernkastel-Kues, wo sich die sehenswerte Burgruine Landshut befindet.

Wir verweilten längere Zeit in der Stadt, stillten unseren Durst und Hunger mit den köstlichen Speisen die die Stadt uns zu bieten hatte und schöpften neue Kraft, denn die Sonne hatte uns bei über 30 Grad kräftig zugesetzt.

imgp4228Bei den verbleibenden 46 Kilometern kamen wir kräftig ins Schwitzen, denn das Wetter zerrte aufgrund der hohen Temperaturen immer noch an unseren Kraftreserven. Trotz der Unterstützung der Pedelecs verlangte die Fahrt den Teilnehmern alles ab. Das Konzept des e-lectrikesolar erwies sich jedoch als sehr effizient, da eine kontinuierliche Aufladung der Batterien durch die Solarzellen gewährleistet werden konnte und so eine durchgehenden Unterstützung möglich war. Die Fahrt verlief weiterhin problemlos – auch wenn es zur Zeit Probleme mit dem Tracking gibt – gegen 17 Uhr erreichten wir schließlich das angestrebte Ziel Briedel wo wir ziemlich erschöpft in unserer neuen Bleibe eincheckten.

3. Etappe: Briedel – Koblenz

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Frisch ausgeruht starteten wir am dritten Tag zu unserer längsten und anstrengendsten Etappe von 103 km nach Koblenz.

Durch einen erneuten technischen Defekt des Solarpanels war es dem E-lectrikeSolar nicht möglich die Energie der Sonne für sich zu nutzen. Doch auch auf Batterie-Betrieb konnte der Prototyp ohne größere Mühe mit den anderen Rädern mithalten, welche langsam aber sicher erste Verschleißerscheinungen aufzeigten, so zum Beispiel eine gebrochene Speiche, eine lose Kette oder Versagen von Gangschaltungen.

Nichts desto trotz kamen wir gemeinsam an unserem ersten großen Etappenziel, Pommern an. Dort verweilten wir längere Zeit um Kräfte für den schwierigen Aufstieg des historischen Martberg (Mons Martis) zu sammeln. Nach der Überwindung der zweihundert Höhenmeter bekam die Gruppe eine Führung des Nachbaus einer gallo-römischen Tempelanlage geboten. Anschließend erfolgte ein rasanter Abstieg und eine kleine Stärkung.

Am Nachmittag setzte der Konvoi seine Reise Richtung Koblenz im aufheizenden Moseltal fort. Aufgrund der sengenden Hitze mussten leider einige Radfahrer aufgeben und überwanden die letzten 50 km im begleitenden Kleinlaster.Die Gruppe vereinte sich letztendlich an ihrem Zielort, dem Deutschen Eck, wo ein Foto der gesamten Gruppe die Reise zum Abschluss brachte.

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Die 13 Teilnehmer legten eine Gesamtdistanz von 3770 km zurück. Unter ihnen auch das e-lectrikesolar, welches dank der Sonne ständig wieder aufgeladen wurde.

 

4. Tag: Solar Cycling auf dem Solar Campus in Koblenz

imgp4294Nach den drei Tagen entlang Sauer und Mosel wurde das Projekt „Solar Cycling“ am vierten Tag auf dem Solar Campus der Goerlitz-Stiftung, welcher neben dem Radweg an der Mosel in Koblenz stattfand, der Öffentlichkeit vorgestellt. Neben solarbetriebenen, ferngesteuerten Modellbooten, deren Piloten auf der Mosel um Punkte kämpften, konnten die Zuschauer auch Windräder bewundern, die von Schüler gebaut wurden. Auf dem Hof neben dem Hauptgebäude konnten sich die Besucher über das Thema Elektromobilität informieren.

Das Interesse am Solar Cycling – Projekt und dem e-lectrike solar war bei Erwachsenen und Kindern gleichermaßen groß. Einige Radfahrer, die auf der Durchreise waren, stiegen sogar von ihren Fahrrädern ab und ließen sich gerne mit unseren Schülern in Gespräche rund um das Solar Cycling ein.

swr_resizedAm Nachmittag besuchte ein SWR-Fernseh-Team der Sendung „natürlich!“ unser Solar Cycling-Stand. Moderator Axel Weiß ließ es sich nicht nehmen in unser Solar-Bike einzusteigen. Einer unserer Lehrer stand dem SWR Rede und Antwort. Hier geht es zum Video.

Die Reise konnte live über das Internet getrackt werden. Wir bedanken uns ganz herzlich bei den luxemburgischen und deutschen Amateurfunkern, die das Live-Tracking ermöglichten!
Des weiteren gilt unser herzlichen Dank den Sponsoren für ihre Unterstützung!